Damit deine Session ein Benefit für dich und das XCamp19 wird (Teil 1)

Inspirationen kurz vor dem Endspurt

Das XCamp lebt von vielseitigen Themenbeiträgen und dem intensiven Austausch zu diesen. Du hast bereits ein Thema für eine Session, weißt aber noch nicht so recht, wie Du Dein Thema am besten präsentierst?

Grundsätzlich steht das gesamte Spektrum von Formaten zur Auswahl, die für 45 Minuten geeignet sind. Wir haben elf dieser Methoden visualisiert und kurz zusammengefasst. Sie können alle genutzt werden, um die Mitwirkung gut zu strukturieren. Als Session-Geber kannst du das von dir gewünschte Format vorgeben. Sinnvoll ist es, allen Session-Teilnehmern die Regeln zu Beginn kurz in Erinnerung zu rufen.

Wir veröffentlichen die Methoden in lockerer Folge hier im Blog. Fortsetzung folgt in Kürze.

Teil 1:

Fishbowl

Fishbowl

Die Methode eignet sich für große Gruppen mit potentiell hitzigen Diskussionen. Der Kern der Methode ist die Sitzordnung.

Ein Kreis von 4-6 Stühlen steht in der Mitte (Fishbowl). Um diesen inneren Kreis werden alle anderen Stühle für die zuhörenden Teilnehmer bereitgestellt.

Nur die Teilnehmer im inneren Stuhlkreis sprechen. Es redet immer nur „Einer“. Keine Parallelgespräche!

Im inneren Kreis bleibt stets ein Stuhl frei, den ein Teilnehmer aus dem Außenkreis einnehmen kann, der mitsprechen will.

Dafür verlässt eine Person, z.B. wer nicht mehr an der aktiven Diskussion teilnehmen möchte, den inneren Stuhlkreis.

Große Gruppen können auf dieses Weise gut strukturiert diskutieren und zu einem Ergebnis kommen.

1-2-4-All (Liberating Structure)

1-2-4-All (Liberating Structure)

Ganz leichtgewichtig in vier Schritten innerhalb kürzester Zeit vielfältige Ergebnisse zu einer Fragestellung erhalten:

Jeder Einzelne macht sich für sich selbst eine Minute lang Gedanken zur gestellten Frage.

Als Nächstes werden diese Einzelmeinungen binnen zwei Minuten in Zweier-Teams diskutiert.

In Vierer-Gruppen werden die Aspekte der Fragestellung aus den Zweier-Teams während vier Minuten konsolidiert.

Schließlich kommen alle in großer Runde zusammen und teilen ihre Gedanken zur Fragestellung in fünf Minuten.

Vorteil: Alle Teilnehmer werden sofort eingebunden – auch die Zurückhaltenden – und jede Runde bereichert die Lösungsideen.

Ask Me Anything

Ask Me Anything

Ein Spezialist trägt nicht frontal seine Expertise in einem Vortrag dem Publikum vor, sondern stellt sich aktiv in einem Interview-Format einer Gruppe.

Am Anfang steht ein kurzer Impulsvortrag von maximal 3 Minuten.

Die Teilnehmer bekommen 3 Minuten Zeit, Fragen zum Impulsvortrag zu formulieren. Jeder darf max. 3 Fragen stellen.

Die Fragen werden ans Whiteboard gepinnt und geclustert.

Der Spezialist beantwortet die Fragen in einer selbst gewählten Reihenfolge.

Vorteil: Lockert ein Thema auf, involviert das Publikum aktiv, der Spezialist kann sich optimal auf den Wissensstand der Teilnehmer einstellen. Sehr lean. Allgemeinplätze oder die dem Hörerkreis bekannte Grundlagen werden ausgespart.

Andere Teile

Teil 2: Kollegiale Beratung, Speed Dating, Hands-on Workshop Teil 3: Ja+Und Brainstorming, Mind-Mapping, Studio Walk

Autor/in: Gudrun Traumann

Gudrun Traumann ist Trainer für zielorientierte Kommunikation und hilft Menschen dabei, sich selbst und ihre Produkte in Szene zu setzen.

Gudrun Traumann in NetVis